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Stahl - Essen

Thyssenkrupp-Betriebsrat fordert Klarheit für Stahlsparte

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Essen (dpa) - Nach dem radikalen Strategiewechsel bei Thyssenkrupp hat Stahl-Gesamtbetriebsratschef Tekin Nasikkol Klarheit für die Stahlsparte des Industriekonzerns gefordert. "Ich erwarte ein neues Zukunftskonzept für den Stahlbereich", sagte er der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Er betonte: "Betriebsbedingte Kündigungen hat es bei uns noch nie gegeben und darf es auch in Zukunft nicht geben."

Thyssenkrupp will in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland. Personalvorstand Oliver Burkhard hatte am Wochenende auf Twitter geschrieben: "Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden, sind aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich".

Der Gesamtbetriebsratschef der Stahlsparte sagte: "Wir hatten im Falle des Joint Ventures mit dem Tarifvertrag Zukunft eine langfristige Absicherung für Arbeitsplätze und Standorte. Jetzt haben wir diese Sicherheiten nicht mehr."

Thyssenkrupp hatte nach Gegenwind aus Brüssel die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata gestoppt und auch die geplante Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter abgesagt. Der Konzern soll als Ganzes erhalten bleiben.