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Stahl - Essen

Ruhrbischof: Sorgen bei Thyssenkrupp-Mitarbeitern

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Essen (dpa) - Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat auf erneut aufkommende Sorgen vieler Beschäftigen von Thyssenkrupp hingewiesen. "Umso wichtiger ist die gestern erzielte Übereinkunft im Unternehmen, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden", erklärte er am Sonntagabend. Er vertraue darauf, dass sich die Sozialpartnerschaft von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite bei Thyssenkrupp erneut bewähren werde und die notwendigen Anpassungen möglichst sozialverträglich gestaltet würden. Ziel müsse es sein, das für Essen und das Ruhrgebiet so wichtige Traditionsunternehmen langfristig und verlässlich zu stärken und weiterzuentwickeln.

Thyssenkrupp hatte nach Gegenwind aus Brüssel die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata gestoppt und auch die geplante Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter abgesagt. Der Konzern soll als Ganzes erhalten bleiben. Jedoch sollen 4000 mehr Stellen gestrichen werden als bisher geplant. "Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden, sind aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich", schrieb der Thyssenkrupp-Personalvorstand Oliver Burkhard am Wochenende auf Twitter.