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Schifffahrt - Templin

Tourismusexpertin kritisiert Umgang mit Schleuse Zaaren

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Zaaren/Mirow (dpa) - Maritime Unternehmen, die unter der länger geschlossenen Schleuse Zaaren (Uckermarkkreis) leiden, werden nach Angaben der Linksfraktion im Bundestag keine Entschädigungen vom Bund bekommen. Das habe das Bundesverkehrministerium auf eine Anfrage der tourismuspolitischen Sprecherin der Fraktion, Kerstin Kassner, mitgeteilt, hieß es in einer von ihr verbreiteten Pressemitteilung am Donnerstag. Kassner führt die Schleusenprobleme auf "mangelhafte Planung" des Bundes zurück. Wegen Verzögerungen bei den Bauarbeiten kann die Schleuse nicht wie geplant zum Start der Wassersaison wieder geöffnet werden, sondern soll erst zum 1. August in Betrieb gehen.

Die Blockierung der Oberen-Havel-Wasserstraße zwischen Berlin und der Müritz bis 1. August 2019 sei ein "herber Rückschlag" für den Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, kritisierte die Abgeordnete von der Insel Rügen. Neben unzumutbar langen Umwegen für die Schiffe, die mehrere hundert Kilometer nach Westen ausweichen müssten, leide auch die Tourismusbranche in der Region, da viele Gäste ausblieben. Die längere Sperrung hatten auch Kammern und Verbände kritisiert. Die Schleuse wird von rund 10 000 Wasserfahrzeugen pro Jahr passiert.