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Schiffbau - Papenburg

Meyer Werft arbeitet weiter mit Subunternehmer zusammen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Papenburg (dpa/lni) - Die Meyer Werft aus Papenburg will nach der Prüfung von Vorwürfen die Zusammenarbeit mit einem umstrittenen Subunternehmer vorerst fortsetzen. Ein früherer rumänischer Mitarbeiter der Werkvertragsfirma hatte im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" über Arbeitszeiten von bis zu 15 Stunden täglich geklagt und darüber, dass sein Arbeitgeber bei dubiosen Abrechnungen unter anderem Urlaubs- und Krankengeld einbehalten haben soll. Auch Zoll und Staatsanwaltschaft ermitteln in der Angelegenheit.

Die Meyer Werft hatte die Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer mit der Überprüfung der Vorwürfe beauftragt. Nach bisherigem Stand ließen sich die Vorwürfe, dass geleistete Arbeit nicht bezahlt und nicht durch Freizeit ausgeglichen wurde, nicht bestätigen, teilte die Kanzlei am Donnerstag mit. Allerdings gebe es "Verbesserungspotenzial" beim Subunternehmen, weswegen die Werft Maßnahmen ergreifen wolle.

So müsse der Subunternehmer künftig regelmäßig belegen, dass mindestens der Mindestlohn an die Mitarbeiter ausgezahlt wird und dass Mehrarbeit vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen wird. Sollten Ermittlungen der Behörden doch noch Verstöße ergeben, solle die Zusammenarbeit beendet werden.