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Medien - Berlin

RBB plant "Medienhaus der Zukunft"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Der RBB plant ein neues digitales Medienzentrum auf seinem Gelände an der Masurenallee in Berlin. Dafür soll ein viergeschossiger Bau neben dem denkmalgeschützten Haus des Rundfunks in Charlottenburg abgerissen werden. Auf einer Grundfläche von 3900 Quadratmetern soll dann das "Medienhaus der Zukunft" (MHZ) errichtet werden, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Freitag auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte "Spiegel Online" über das Projekt berichtet.

Mit dem neuen Crossmedialen Newscenter (CNC) sollen die mit aktuellen Themen befassten Redaktionen enger zusammenrücken. Dadurch wolle der Sender die multimediale Zusammenarbeit und die publizistische Schlagkraft stärken. Kern des CNC soll ein rund 1000 Quadratmeter großer Newsroom auf einer Ebene sein. Auch die angespannte Raumlage beim RBB in Berlin werde sich dadurch verbessern.

Mit dem Abriss entfallen Sanierungs- und Instandhaltungskosten in Höhe von 15 Millionen Euro für den vorhandenen Bau aus den 1970er Jahren. Im Gespräch sind für den Neubau sechs Geschosse. Die Pläne würden nun intern abgestimmt. Bis Februar solle ein Nutzungskonzept vorliegen. Dann könne es einen belastbaren Überblick über die Kosten geben.

"Wir reden hier nicht von einer preisverdächtigen Architektur zu Repräsentationszwecken, und wir planen auch keinen Newsroom mit Bällebad und Hipster-Flair", sagte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger "Spiegel online". Geplant sei "ein reiner Funktionsbau". Der RBB wolle "schlanker" produzieren, Doppelstrukturen abbauen und dadurch mehr Geld ins Programm stecken können.

Über die Anbindung an den RBB-Standort in Potsdam soll während der Planung entschieden werden. Regionalnachrichten für Brandenburg würden aber weiterhin in den dortigen Studios produziert. Das Vorhaben werde den RBB bis weit ins kommende Jahrzehnt beschäftigen.