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Luftverkehr - Potsdam

BER-Region wächst, aber bessere Verkehrsanbindung gefordert

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Potsdam (dpa) - Im Umfeld des künftigen Hauptstadtflughafens BER könnten nach einer Studie bis 2040 rund 135 000 neue Arbeitsplätze entstehen. 67 000 zusätzliche Einwohner könnten sich im Berliner Umland nahe dem Flughafen ansiedeln, wie Analysen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus ergaben. "Angesichts der langen Planungs- und Realisierungszeiten von Verkehrsprojekten müssen jetzt Maßnahmen eingeleitet werden, damit die Verkehrssituation in Zukunft beherrschbar bleibt", forderte IHK-Geschäftsführer Marcus Tolle bei der Präsentation in Potsdam.

Mit der Studie "Verkehrs- und Engpassanalyse zur Flughafen- und Flughafenumfeldanbindung in Schönefeld und am BER" untersuchten die von der IHK beauftragten Planungsbüros, wie es die Auslastung der Straßen- und Schienennetze in einem Radius von 30 Kilometern um den Großflughafen in den Jahren 2020, 2025, 2030 und 2040 aussehen wird. Durch wachsende Gemeinden, tausende neue Flughafenmitarbeiter und ansiedelndes Gewerbe werde die Verkehrsbelastung stark zunehmen und die zukünftige Situation in Bussen, Bahnen und auf den Straßen werde "sehr herausfordernd", heißt es in dem Bericht.

Besonders auf den Autobahnen 100 und 113 am Schönefelder Kreuz soll es voll werden: Für das Jahr 2025 rechnen die Experten mit 200 000 Autos täglich. Derzeit seien es rund 130 000 Fahrzeuge. Nach einem "16-Punkte-Maßnahmenkatalog" sei daher die Optimierung des Verkehrsflusses auf den beiden Autobahnen dringend notwendig, so auch die Fertigstellung der Autobahnanschlussstelle Hubertus zwischen den Schönefelder Ortsteilen Waltersdorf und Bohnsdorf. Die Gewerbefläche in Schönefeld werde um mehr als 1000 Hektar wachsen.

Nach derzeitigen Plänen soll der neue Flughafen in Schönefeld 2020 in Betrieb gehen. Der Berliner Flughafen Tegel soll spätestens ein halbes Jahr später schließen.