bedeckt München 21°

Luftverkehr - Poppenhausen (Wasserkuppe)

Ursache des Flugzeugunglücks auf Wasserkuppe weiter unklar

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Fulda (dpa/lhe) - Fünf Monate nach dem schweren Flugzeugunglück auf der Wasserkuppe mit drei Toten ist die Unfallursache weiter unklar. Zwar liege mittlerweile ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vor. "Doch das ist keine rechtliche Bewertung, nur eine Auflistung von Fakten", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, Harry Wilke, am Mittwoch. Man warte weiter auf das endgültige Ergebnis. Zuvor hatte die "Fuldaer Zeitung" darüber berichtet.

Der Zwischenbericht lässt den Schluss zu, dass die einmotorige Cessna zum Zeitpunkt des Unfalls überladen war. Das muss laut Staatsanwaltschaft aber nicht die Unglücksursache sein: Selbst wenn sich das im Abschlussbericht bestätigen sollte, seien weitere Gutachten nötig, um eine Kausalität zum Unglück herzustellen. Wann der Abschlussbericht der Flugunfalluntersuchung vorliegt, ist unklar.

Bei dem Unglück im Oktober war das Leichtflugzeug über die Landebahn hinausgerast und hatte eine Frau (39) aus dem Main-Kinzig-Kreis und ihre beiden Kinder (11 und 12) getötet. Der Pilot der Cessna hatte zuvor versucht, nach einem Landeversuch durchzustarten, was ihm aber nicht gelang. Die viersitzige Maschine durchbrach eine Schranke und erfasste die Passanten auf einem angrenzenden Fußweg.