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Luftverkehr - Frankfurt am Main

Streik in der Bodenabfertigung: Flugausfälle in Frankfurt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Streik von Mitarbeitern der Bodenabfertigung hat am Frankfurter Flughafen am Mittwoch zu vereinzelten Flugausfällen geführt. Aufgrund des Arbeitskampfes bei der Firma Wisag, der mit der Spätschicht um 14.00 Uhr begonnen habe, mussten nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport zunächst jeweils drei An- und Abflüge gestrichen werden. Dabei habe es sich um Kurzstrecken innerhalb Europas gehandelt (Amsterdam, Berlin, Paris).

Fraport rief Fluggäste dazu auf, sich rechtzeitig vor Reiseantritt über den Status ihrer Verbindung zu informieren. Passagiere der Lufthansa sind demnach nicht von dem Streik betroffen.

Wisag ist neben Fraport als zweites Unternehmen in der Bodenabfertigung auf Deutschlands größtem Flughafen tätig. Dazu gehören Dienstleistungen wie das Be- und Entladen der Maschinen, die Gepäck- und Frachttransporte oder der Bustransfer der Passagiere.

Beim Dienstleister Wisag hieß es, zahlreiche Mitarbeiter hätten sich für die Spätschicht kurzfristig krank gemeldet. Um die Personalausfälle auszugleichen, würden unter anderem qualifizierte Mitarbeiter aus dem Management eingesetzt. Partnerfirmen und der Flughafen unterstützten das Unternehmen zusätzlich. Von den umfangreichen Krankmeldungen, "die den Charakter eines wilden Streiks haben", sei das Management überrascht worden, hieß es.

Nach Fraport-Angaben sollte sich Wisag am Mittwoch planmäßig um etwa 50 ankommende und etwa 50 abfliegende Maschinen kümmern. Insgesamt standen auf dem Frankfurter Flugplan für Mittwoch jeweils rund 800 Starts und Landungen.