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Konsumgüter - Nassau

Leifheit will Internetgeschäft ausbauen

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Nassau (dpa/lrs) - Der Haushaltswaren-Hersteller Leifheit will nach einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr sein Internetgeschäft stärken. Auch die IT-Ausstattung und das Osteuropa-Geschäft sollen ausgebaut werden, wie das Unternehmen am Dienstag in Nassau mit. Wegen "unbefriedigender Umsätze" hatte der Leifheit-Aufsichtsrat im vergangenen Herbst den bisherigen Chef Thomas Radke abberufen und freigestellt.

Für ihn und ein im April 2018 ausgeschiedenes anderen Vorstandsmitglied muss das Unternehmen nach eigener Aussage noch bis Ende 2019 Bezüge von insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro zahlen. Radkes Aufgaben übernehmen vorübergehend Finanzvorstand Ivo Huhmann und das neue Vorstandsmitglied Igor Iraeta Munduate. Ein Unternehmenschef auf Dauer wird noch gesucht.

Zwar dürften die geplanten Investitionen das Ergebnis im laufenden Jahr belasten, doch werde dadurch ein Unternehmen geschaffen, das profitabel wachsen werde, erklärte Huhmann. Im vergangenen Jahr drückten Rückstellungen unter anderem für den geschassten Chef, Währungseffekte und teurere Rohstoffe auf das Ergebnis. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging das Ergebnis nach vorläufigen Zahlen 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 18,8 auf etwa 13 Millionen Euro zurück. Ein Ergebnis unterm Strich könne noch nicht genannt werden, erklärte das Untrnehmen. Der Umsatz sank von 236,8 auf 234,2 Millionen Euro. Die Leifheit AG produziert beispielsweise Wäschespinnen, Bodenwischer und Waagen.

Der am 11. September 1959 gegründete Haushaltswarenhersteller mit heute rund 1100 Beschäftigten feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. "Alleine in Deutschland verwenden heute mehr als 25 Millionen Haushalte mindestens ein Produkt der Marke Leifheit", teilte das Unternehmen mit. Die endgültigen Geschäftszahlen für 2018 will es am 28. März vorstellen.