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Konjunktur - Erfurt

Gaststätten und Hotels gehen die Köche aus

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens Gaststätten, Restaurants und Hotels haben ein massives Nachwuchsproblem bei Köchen. Seit 2009 habe sich - trotz der vielen TV-Kochshows - die Zahl der ausgebildeten Köche etwa halbiert, teilte die Industrie- und Handelskammer Erfurt am Freitag in Erfurt mit. Schlossen vor knapp zehn Jahren noch 314 Nachwuchsköche ihre Ausbildung ab, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 146. Auch in anderen Berufen im Gastgewerbe sank die Zahl der jungen Fachkräfte - außer bei Hotelfachleuten, wo sie mit 117 Berufsabsolventen im vergangenen Jahr relativ stabil war.

Der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes, Dirk Ellinger, verwies darauf, dass Gaststätten ihre Öffnungszeiten einschränken müssten, weil ihnen Personal fehle. Auch Aufträge für Veranstaltungen müssten teilweise wegen Fachkräftemangels abgelehnt werden. Die Situation sei bereits dramatisch.

Der heiße und trockene Sommer hat das Geschäft von Hoteliers und Gastronomen beeinflusst. Zwar waren Biergärten gut besucht, aber der Städtetourismus florierte nicht wie 2017. Nach einer Umfrage des Verbandes beurteilten etwa 55 Prozent der Gastwirte und Hoteliers die Sommersaison mit gut. Knapp die Hälfte sehe der Wintersaison optimistisch entgegen.