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Industrie - Bad Ems

Industriebetriebe haben 2017 drei Milliarden Euro investiert

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Bad Ems (dpa/lrs) - Die Industriebetriebe in Rheinland-Pfalz haben 2017 insgesamt drei Milliarden Euro investiert - mehr als 2016 und ungefähr soviel wie jeweils in den Jahren 2013 bis 2015. Das teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems am Freitag mit. Ein Grund für den Zuwachs lag demnach in der Chemischen Industrie, die - gemessen am Umsatz - die größte Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes ist. Hier wurden 2017 rund 769 Millionen Euro investiert (plus 40 Prozent). In der Papier- und Pappeindustrie gab es ebenfalls einen kräftigen Anstieg (plus 75 Prozent auf 125 Millionen Euro).

Bei der Hälfte der zehn umsatzstärksten Industriebranchen lagen die Investitionen über dem Niveau von 2016. Einen Rückgang verzeichneten etwa die Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 23,1 Prozent) sowie die Herstellung von Kraftwagen und Autoteilen (minus 20,5 Prozent).

Die Daten stammen dem Landesamt zufolge aus der Investitionserhebung der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu melden Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten jährlich ihre Zahlen. Befragt werden etwa 2200 Betriebe. Gesicherte Daten über die Investitionen liegen stets erst ab der Mitte des Folgejahres vor. Ein Grund dafür ist, dass das Geschäftsjahr bei manchen Betrieben vom Kalenderjahr abweicht.