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Immobilien - Hamburg

Insel-Makler rät von zu kleinen und zu großen Inseln ab

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Augsburg (dpa) - Beim Inselkauf kommt es aus Sicht von Insel-Makler Farhad Vladi vor allem auf die Größe an. "Wenn die Insel zu groß ist, verliert man den Überblick", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). Aber auch von allzu kleinen Inseln rate er ab. "Ich finde, eine vernünftige Größe liegt so zwischen 25 und 1000 Hektar." Weiter unterscheide er zwischen Qualitätsinseln, bei denen alles stimmen muss von der Entfernung zum Festland, der Vegetation, Infrastruktur und Bewohnbarkeit, und Abenteuerinseln. "Sie sind isolierter, weiter draußen, auch wunderhübsch, juristisch alles in Ordnung. Allerdings braucht man mehr Mut dafür."

Um eine Insel zu kaufen, müsse man "gar nicht so reich" sein, sagte der Hamburger Unternehmer. Die Kosten reichten von 50 000 bis 35 Millionen Euro. "35 Millionen, das kommt vielleicht einmal in der Dekade vor. Das ist mir bisher vielleicht zwei oder drei Mal überhaupt passiert", sagte er. Etwa 90 Prozent des Geschäftes spielten sich zwischen 150 000 Euro und 2 Millionen Euro ab.

"Meine Kunden kommen vor allem aus dem gehobenen Mittelstand oder gehören zu den Armreichen", so Vladi weiter. "Richtig reiche Menschen haben noch mal ganz andere Ansprüche. Meine Kunden sind alle sehr mit der Natur verbunden. Das sind eher Tiefstapler als Hochstapler." In seinem Archiv habe er 12 000 private Inseln weltweit. "Die sind aber nicht alle zu verkaufen, viele davon sind bereits in Privatbesitz."