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Immobilien - Frankfurt am Main

Deutsche Wohnen lädt zur Hauptversammlung: Proteste erwartet

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Frankfurt/Main (dpa) - Inmitten der aufgeheizten Debatte um steigende Mieten treffen sich am Dienstag die Aktionäre des Immobilienunternehmens Deutsche Wohnen. Zur Hauptversammlung in Frankfurt (10.00 Uhr) sind Proteste gegen die Geschäfte des Immobilienkonzerns angekündigt. Immer weniger Menschen könnten sich Wohnungen in Großstädten leisten, während Immobilienkonzerne satte Gewinne erzielten, kritisierte das Bündnis Attac. "Die Deutsche Wohnen ist ein Sinnbild dafür, wie das Grundrecht auf Wohnen mit Füßen getreten wird, um die Renditeziele von Aktionären zu bedienen". Die Politik müsse die Bedingungen für bezahlbares und soziales Wohnen schaffen, so Attac.

Immobilienkonzerne stehen wegen steigender Mieten in vielen Städten in der Kritik - bis zur Forderung nach Enteignung wie in Berlin. Dort hat die Bürgerinitiative "Deutsche Wohnen und Co enteignen" gut 77 000 Unterschriften gesammelt. Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres soll nun prüfen, ob die Unterschriften gültig sind und ein Volksbegehren eingeleitet wird. Die rot-rot-grüne Koalition in Berlin berät zudem am Dienstag über Pläne für einen Mietendeckel. Damit könnten Mieterhöhungen für bis zu 1,6 Millionen Wohnungen über fünf Jahre ausgeschlossen werden. Kritiker bezweifeln, ob ein Mietendeckel rechtssicher wäre und monieren, er schrecke Investoren ab.

Deutsche Wohnen zählt mit 167 000 Wohnungen in Deutschland zu den größten Immobilienkonzernen hierzulande und betreibt auch Pflegeheime. 70 Prozent der Immobilien liegen in Berlin.