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Forstwirtschaft - Düsseldorf

Waldbauern fordern mehr Unterstützung gegen Borkenkäferplage

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Waldbauern in Nordrhein-Westfalen fordern mehr Unterstützung von Bund und Land gegen die zu erwartende Borkenkäferplage. "Mehrere Käfergenerationen in einem Jahr haben die Anzahl der Käfer in astronomische Höhen anwachsen lassen", stellte der Verband am Mittwoch in Düsseldorf fest. Nach Aussage von Forstschutzexperten hätten bislang 90 Prozent der Käfer den Winter überlebt. "Das hat katastrophale Folgen für die Waldbestände." Im Frühjahr werde die Käferbrut "massenhaft gesunde Fichten befallen".

Die von Bund und Land für dieses Jahr in Aussicht gestellten zusätzlichen Hilfsmittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro reichten in Anbetracht der Schäden und Folgekosten nicht annähernd aus", kritisierte der Verbandsvorsitzende Philipp Freiherr Heereman in einer Mitteilung. "Hier besteht noch dringender Gesprächsbedarf."

Die Naturschutzorganisation BUND erklärte, die Borkenkäferprobleme seien auch Zeugnis einer verfehlten Forstwirtschaft. Die Massenentwicklung von Borkenkäfern resultiere aus dem flächigen Anbau von Fichten. Von Natur aus komme diese Baumart gar nicht in NRW vor.