bedeckt München 22°

Finanzen - Münster

Sparkassenkunden halten an Sparbuch und Co. fest

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Münster (dpa/lnw) - Trotz der niedrigen Zinsen haben die Kunden der Sparkassen in Westfalen-Lippe 2018 gespart wie nie und rund 4,5 Milliarden Euro neu angelegt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 18 Prozent, wie der Sparkassenverband Westfalen-Lippe am Dienstag in Münster mitteilte. Der Großteil des Geldes floß mit 2,9 Milliarden Euro auf Sparbücher, Tagesgeldkonten oder Sparbriefe, die schon seit langem kaum Zinsen abwerfen.

Trotz der Rekord-Geschäftszahlen ging die Zahl der Sparkassen-Filialen weiter zurück. Im vergangenen Jahr 2017 wurden 12 Filialen geschlossen und die Mitarbeiterzahl sank um fast vier Prozent auf knapp 24 000. Die Zahl der eigenständigen Sparkassen im Verband ging 2018 nach Zusammenschlüssen um drei auf 60 zurück.

Verbandspräsidentin Liane Buchholz warnte vor den Folgen eines harten Brexits. "In diesem Fall würde das Vereinigte Königreich sofort zu einem Drittland", sagte Buchholz. Da mehr als drei Viertel aller Unternehmen in NRW vom Austritts Großbritanniens aus der EU betroffen wären, würde auch jede Sparkasse in Westfalen-Lippe die Auswirkungen eines Brexits zu spüren bekommen, sagte Buchholz.

Die Bilanzsumme der westfälisch-lippischen Sparkassen stieg 2018 um 2,6 Prozent auf gut 135 Milliarden Euro. Die Zahl der Girokonten lag im vergangenen Jahr konstant bei 4,2 Millionen.