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Finanzen - Berlin

Kieler Ministerin verlangt rasches Handeln gegen Share Deals

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Berlin/Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold hat den Bund aufgefordert, Steuerschlupflöcher bei Immobiliengeschäften endlich konsequent zu schließen. Der Gesetzentwurf gegen die sogenannten Share Deals sei bereits 2018 von der Finanzministerkonferenz beschlossen worden, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Seitdem warten wir darauf, dass der Bund endlich handelt."

Das Thema ist ein Schwerpunkt der zweitägigen Finanzministerkonferenz, die am Donnerstagabend in Berlin beginnen sollte. "Warme Worte helfen uns nicht weiter", sagte Heinold. "Für Steuergerechtigkeit braucht es beschleunigtes Handeln, keinen Stillstand." Auch Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) sprach sich dafür aus, die Steuerschlupflöcher rasch einzudämmen. Bundesweit ist von geschätzt bis zu einer Milliarde Euro an entgangenen Steuereinnahmen die Rede. Er hoffe, dass ein Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werde, sagte Kollatz.