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Energie - Wolfsburg

VW fordert mehr politisches Engagement für E-Mobilität

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Wolfsburg/Berlin (dpa) - Volkswagen hat seine Forderung nach einem stärkeren Engagement der Politik bei Ladestationen für E-Autos bekräftigt. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur müsse in den kommenden Monaten deutlich beschleunigt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Von den laut Koalitionsvertrag bis 2020 geplanten mehr als 100 000 zusätzlichen öffentlichen Ladepunkten existiere bislang erst ein Bruchteil. Im Zuge der eigenen Elektrooffensive plant der Autobauer, bis 2025 in Europa 36 000 Ladepunkte an Volkswagen-Standorten zu bauen, rund 250 Millionen Euro will der Konzern in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren.

Zuletzt hatte der Energieverband BDEW die Politik zu mehr Tempo beim Ausbau von Ladestationen für Elektroautos aufgefordert. Bund und Länder sollten endlich die Voraussetzungen schaffen, damit im privaten Bereich Elektroautos besser geladen werden könnten, hatte Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei einem Kongress am Mittwoch in Berlin gesagt.

Nach früheren Angaben des Branchenverbandes gab es Ende März bundesweit rund 17 400 Ladepunkte für Elektro-Autos in Deutschland. Das Klimakabinett der Regierung will im September Grundsatzentscheidungen über Maßnahmen treffen, damit Klimaziele 2030 erreicht werden. Als wesentliche Voraussetzung dafür, dass E-Autos den Marktdurchbruch schaffen, gilt eine flächendeckende Ladeinfrastruktur.