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Energie - Schwerin

SPD: MV soll Modellregion bei Sektorenkopplung werden

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Schwerin (dpa/mv) - Nach dem Willen der SPD soll Mecklenburg-Vorpommern zur Modellregion für die Nutzung von Ökostrom für Wärme und Verkehr werden. Die Landesregierung solle im Bundesrat für die Schaffung der nötigen Rahmenbedingungen werben, fordert die SPD in einem Antrag für die kommende Landtagssitzung. Der Bundesrat soll demnach die Möglichkeiten für Modellprojekte für die Sektorenkopplung schaffen und die Wirtschaftlichkeit von so genannten Power-to-X-Anlagen sicherstellen.

Bisher verhindern aus Sicht der Erzeuger von Ökostrom Abgaben und Umlagen, dass die Sektorenkopplung rentabel ist. Eine im Auftrag des Landes erarbeitete Studie schlug deshalb im März eine Experimentierklausel vor, mit der Test- und Forschungssysteme finanziell entlastet werden könnten. Auf Grundlage dieser Studie soll nach dem Willen der SPD nun im Bundesrat um Partner unter den anderen Ländern geworben werden.

Die Sektorenkopplung gilt als Schlüsseltechnologie für eine erfolgreiche Energiewende. Überschüssiger Ökostrom könne so beispielsweise in Wasserstoff umgewandelt, leichter gespeichert und später in Kraftwerken wieder zur Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt werden. Gerade in MV, das seinen Strombedarf schon durch erneuerbare Energien decken kann, berge die Sektorenkopplung wirtschaftliches Potenzial.