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Energie - Nürnberg

Tennet stellt mögliche Korridore für Jura-Leitung vor

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Nürnberg/Bayreuth (dpa/lby) - In der Region Nürnberg und der Oberpfalz rufen die Pläne für die Jura-Leitung schon seit Monaten Bürger auf den Plan - nun hat der Netzbetreiber Tennet mögliche Korridore für deren künftigen Verlauf vorgestellt. Die geplante 380-Kilovolt-Leitung soll auf einer Länge von 160 Kilometern eine bestehende 70 Jahre alte 220-Kilovolt-Leitung ersetzen, teilte der Bayreuther Netzbetreiber am Mittwoch in Nürnberg mit. Sie verläuft vom mittelfränkischen Raitersaich über Ludersheim bei Altdorf bis nach Altheim (Landkreis Landshut).

An vielen Stellen sei die Wohnbebauung sehr nah an die Trasse herangerückt, heißt es in einer Mitteilung. Der Ersatzneubau biete die Chance, die von der bisherigen Trasse berührten Wohngebiete zu entlasten. Die von Tennet am Mittwoch veröffentlichten Trassenkorridore weisen darauf hin, dass die künftige Höchstspannungstrasse teils weitläufig um Ortschaften herumgeführt werden soll. Gleichzeitig nutze man den Neubau für eine Nachrüstung, sagte ein Firmensprecher. Mit der geplanten Höchstspannungsleitung erhöhe sich die Übertragungskapazität um das Sechsfache.

Nach Tennet-Angaben diente die Jura-Leitung bis zur Stilllegung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld dazu, elektrische Energie nach Mittelfranken und dem östlichen Bayern zu transportieren. Künftig soll darüber in Thüringen und Norddeutschland eingespeiste elektrische Energie über das unterfränkische Bergrheinfeld in mittlere und östliche Teile Bayerns gebracht werden. Zur Diskussion der Pläne mit Bürgern der betroffenen Regionen plant Tennet von diesem Donnerstag an zehn Informationsveranstaltungen. Den Auftakt bildet Roßtal (Landkreis Fürth).