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Energie - Magdeburg

Sachsen-Anhalt macht Vorschläge für Strukturwandel-Projekte

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Magdeburg (dpa/sa) - Infrastruktur für die Industrie ausbauen, Modellregion für Erneuerbare Energien und das S-Bahn-Netz erweitern: Sachsen-Anhalt hat seine Projektwünsche für das geplante Maßnahmenpaket der Bundesregierung zum Wandel in den Kohleregionen benannt. Es gehe vor allem um den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur an den Kraftwerks- und Bergbaustandorten im Süden Sachsen-Anhalts, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Freitag.

Wegfallende Kohle-Arbeitsplätze könnten so durch zukunftsfähige Industrie-Jobs ersetzt werden. Nach Angaben von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) könnten die gemeldeten Vorhaben Investitionen von rund drei Milliarden Euro bedeuten. Die Projekte werden nun vom Bund bewertet und geprüft.

Auf der Liste Sachsen-Anhalts stehen acht Projekte. Willingmann rückte den Ausbau des Chemieparks in Zeitz und die Entwicklung einer Modellregion für das schnelle 5G-Mobilfunknetz in den Mittelpunkt. Energieministerin Claudia Dalbert (Grüne) möchte die Region zum Vorreiter bei der Energiewende machen, so mit der Nutzung der Wasserstofftechnologie. Wasserstoff wird dabei zur Speicherung von Sonnen- und Windenergie verwendet. Einen Vorschlag des Bundes zur Erforschung möglicher Endlager von radioaktivem Abfall lehnte die Landesregierung hingegen ab.