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Energie - Leipzig

Streit um Kühlung des Kraftwerks Moorburg geht weiter

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Leipzig/Hamburg (dpa/lno) - Der Streit um die Kühlung des Kraftwerks Moorburg mit Elbwasser geht in eine weitere Runde. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verwies die Sache am Dienstag zur erneuten Entscheidung zurück an das Oberverwaltungsgericht (OVG) Hamburg. Geklagt hat der Hamburger Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Die Umweltschützer wollen verhindern, dass der Betreiber Vattenfall das Kohlekraftwerk mit Flusswasser kühlt. Sie fürchten erhebliche negative Auswirkungen für das Ökosystem der Elbe. Vor dem OVG hatten sie 2013 Recht bekommen, die Hansestadt Hamburg und Vattenfall hatten gegen dieses Urteil jedoch Revision eingelegt.

Derzeit ist die sogenannte Durchlaufkühlung tatsächlich nicht erlaubt, und das Kraftwerk wird über einen Kühlturm gekühlt. 2017 hatte der Europäische Gerichtshof in einem anderen Moorburg-Verfahren entschieden, dass bei der Genehmigung des Kraftwerks die Umweltfolgen nicht ausreichend geprüft worden sind. In der Folge dieses Urteils untersagte die Hamburger Umweltbehörde vorläufig die Durchlaufkühlung. (Az.: BVerwG 7 C 18.17)