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Energie - Eschwege

Werra-Meißner-Kreis lässt Suedlink-Planung überprüfen

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Eschwege (dpa) - Der Werra-Meißner-Kreis lässt den voraussichtlichen Verlauf der Stromtrasse Suedlink in Hessen untersuchen. Man habe ein externes Fachgutachten in Auftrag gegeben, um den vorgesehenen Trassenkorridor zu betrachten und mit Alternativen zu vergleichen, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Rainer Wallmann (Grüne). Ende Februar hatten die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW den voraussichtlichen Streckenkorridor vorgestellt, den die Nord-Süd-Leitung nehmen soll. Dieser führt in Hessen nur durch den Werra-Meißner-Kreis.

Auch Thüringen wäre von dem neuen Streckenverlauf betroffen. Die Landesregierung hatte im Januar Klage beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Sie will erreichen, dass ein alternativer Vorschlag von Thüringen für den Streckenverlauf stärker berücksichtigt wird.

In Hessen erklärte Wallmann, man wolle den Abwägungsprozess untersuchen, der zu dieser vorläufigen Entscheidung geführt habe. "Wir wollen einen sachlich-fachlichen Abwägungsprozess, eine politische Entscheidung akzeptieren wir nicht", sagte er. Sollte der Trassenkorridor beispielsweise nur durch Hessen verlaufen, um andere Bundesländer zu besänftigen, werde man sich mit allem Rechtsmitteln gegen eine solche politische Entscheidung wehren.

Die Bundesnetzagentur entscheidet über den Suedlink-Verlauf voraussichtlich Ende 2019.