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Energie - Erfurt

Linke: Neuer Suedlink-Vorschlag kein Grund zur Entwarnung

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Erfurt (dpa/th) - Die konkretisierten Planungen für den Verlauf der Stromtrasse Suedlink stoßen in Thüringen auf Kritik. Für Thüringen könne keine Entwarnung gegeben werden, erklärte der Linke-Landtagsabgeordnete Steffen Harzer am Donnerstag. Auch wenn nun der Hainich durch eine Verschiebung im nördlichen Teil der Trasse verschont werde, blieben schutzwürdige Gebiete wie das Werratal und das Biosphärenreservat Rhön Teil der Trassenplanung.

Die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW hatten am Donnerstag in Berlin ihren Vorschlag vorgestellt, den sie in den kommenden Wochen bei der Bundesnetzagentur einreichen wollen. Durch Thüringen sollen 78 Kilometer der Trasse führen. Demnach soll die Trasse von Schleswig-Holstein aus westlich an Hannover vorbei über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg geführt werden.

Harzer kritisierte, dass auch das nationale Naturmonument "Grünes Band" entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze nicht verschont werde. Dies seien "irrwitzige Pläne", so der energiepolitische Sprecher der Linke-Fraktion. Suedlink soll Windstrom vom Norden in die Industriezentren im Süden bringen. Über den Verlauf entscheidet die Bundesnetzagentur.