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Michael Brand: Stromtrasse nicht durch Osthessen

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Fulda/Berlin (dpa/lhe) - Die geplante Stromtrasse Suedlink soll nach Angaben des Fuldaer Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) nicht durch Osthessen führen. "Die Suedlink-Trasse durch Osthessen ist vom Tisch", sagte Brand am Donnerstagmorgen nach einem Gespräch mit den Projekt-Verantwortlichen der Deutschen Presse-Agentur. Stattdessen werde die Nord-Süd-Stromautobahn durch Thüringen gehen. Möglich gewesen wäre eine Variante, die über längere Strecke durch Osthessen führt. Nun führt die Vorschlagsvariante laut Brand nur zu einem kleinen Teil durch Nordhessen und biegt dann nach Osten durch Thüringen ab.

An diesem Donnerstag will der Netzbetreiber Tennet bekanntgeben, welchen Korridor er bei der Bundesnetzagentur zur Entscheidung einreichen will. Vom 28. Februar an bis Ende März würden nun nacheinander alle Abschnitte der kompletten Suedlink-Trasse von Tennet bei der Bundesnetzagentur beantragt, sagte Brand.

Die Stromleitung soll den windreichen Norden mit Süddeutschland verbinden. Über den genauen Verlauf der als Erdkabel geplanten Leitung gibt es jedoch Streit. Thüringen wehrt sich dagegen, dass die Stromtrasse teilweise durch den Freistaat führen soll. Erfurt favorisiert einen Verlauf an Thüringen vorbei durch Hessen. Vier hessische Landräte meldeten Bedenken an.