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Computer - Jena

Intershop 2018 deutlich tiefer in den roten Zahlen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Jena (dpa) - Die Umstellung des Geschäftsmodells hat den Jenaer Software-Anbieter Intershop 2018 tief in die roten Zahlen gedrückt. Der Spezialist für Programme für den Internethandel weist für das vergangene Jahr einen Verlust von 6,7 Millionen Euro, nach einem Minus von 0,7 Millionen im Vorjahr. Das teilte die Intershop Communications AG am Mittwoch mit. Der Umsatz brach um fast 13 Prozent auf 31,2 Millionen Euro ein.

Intershop setzt verstärkt auf sogenannte Cloudlösungen. Dabei müssen Kunden die Software nicht mehr kaufen, sondern nutzen den Service der Jenaer für den Onlinehandel. Die Umstellung führe "kurzfristig zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen", berichtete das Unternehmen. "Mittelfristig sorgen die wiederkehrenden Cloud-Umsätze jedoch für mehr Stetigkeit bei den Erlösen." Vorstandschef Jochen Wiechen rechnete damit, dass das Unternehmen im dritten oder vierten Quartal 2019 wieder schwarze Zahlen schreibt.

Derzeit läuft ein Übernahmeverfahren für das Unternehmen. Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass zwei Beteiligungsgesellschaften aus Frankfurt am Main Intershop übernehmen wollen.