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Chemie - München

Wacker Chemie zahlt nach Sondergewinn Sonderdividende

Direkt aus dem dpa-Newskanal

München (dpa) - Der oberbayerische Chemiekonzern Wacker will seine Aktionäre mit einer Sonderdividende erfreuen. Das Unternehmen will neben der regulären Dividende von 2,50 Euro noch einen Bonus von zwei Euro je Aktie zahlen, wie Vorstandschef Rudolf Staudigl am Dienstag in München ankündigte.

Die Börse war aber keineswegs begeistert: Die Papiere des im MDax gelisteten Konzerns verloren am Vormittag über vier Prozent, weil die Ableger offenbar eine weniger zurückhaltende Prognose für 2018 erwartet hatten. Staudigl stellte Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

Anlass der Sonderdividende ist ein Sondergewinn: Wacker hatte vor einem Jahr die Mehrheit an der früheren Tochtergesellschaft Siltronic verkauft, einem Hersteller von Wafern für die Halbleiterindustrie. Das trug maßgeblich dazu bei, dass sich der Nettogewinn 2017 im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht hat - von 189 auf knapp 885 Millionen Euro.

Doch auch ansonsten laufen die Geschäfte gut: Bereinigt um Siltronic legte der Umsatz um sechs Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zu, das Ergebnis aus dem regulären Geschäft ohne Siltronic stieg um 40 Prozent auf 250 Millionen Euro. "Wacker ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet", sagte Vorstandschef Rudolf Staudigl.

Wacker beschäftigt weltweit 13 000 Menschen, davon fast 10 000 in Deutschland, die meisten davon im Stammwerk in Burghausen. Größter Geschäftsbereich ist die Herstellung von Silikonen, unter anderem für Farben und Lacke, Dichtstoffe und Öle aus Silikonbasis.