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Weniger Baugenehmigungen für Wohnungen im ersten Quartal

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Trotz der Wohnungsnot in Ballungsräumen sind im ersten Quartal 2019 weniger neue Wohnungen bewilligt worden als vor einem Jahr. Foto: Julian Stratenschulte

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Wiesbaden (dpa) - Trotz Wohnungsnot in Ballungsräumen sind im ersten Quartal 2019 weniger neue Wohnungen bewilligt worden als vor einem Jahr.

Von Januar bis einschließlich März wurde der Neubau von etwas mehr als 65.700 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 2330 Einheiten weniger als im Vorjahreszeitraum - ein Minus von 3,4 Prozent.

Eine Steigerung gab es demnach nur in der Kategorie der Einfamilienhäuser mit 2,3 Prozent auf 21.228 Bauvorhaben. Bei alle übrigen Gebäudearten einschließlich Mehrfamilienhäusern (minus 4,4 Prozent auf 37.649 Projekte) registrierten die Statistiker Rückgänge.

"Der Wohnungsmangel in Deutschland wird zur Dauersituation", warnte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW), Axel Gedaschko. "Von den jährlich notwendigen neuen Wohnungen in Deutschland bleiben wir meilenweit entfernt."

Um die große Nachfrage nach Immobilien zu decken, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft in Deutschland jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen entstehen. Im vergangenen Jahr wurde der Neubau von knapp 302.800 Wohnungen genehmigt. Inklusive Nichtwohngebäuden gab es im Jahr 2018 gut 347.000 Genehmigungen. Im ersten Quartal 2019 bewilligten die Behörden inklusive Nichtwohngebäuden 75 628 Baumaßnahmen und damit 2,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Nach Ansicht der Branche bremsen langwierige Genehmigungsverfahren und viel Bürokratie den Wohnungsbau. Zudem sind Handwerker oft auf Monate ausgebucht, und die Preise für Bauleistungen sind angesichts der hohen Nachfrage nach Häusern und Wohnungen gestiegen.

"Wir müssen endlich die Baugenehmigungszahlen deutlich nach oben treiben und Planungsprozesse beschleunigen - etwa durch die Einführung einer digitalen Bauakte, die Einführung einer Muster-Hochhausrichtlinie oder die Harmonisierung der 16 unterschiedlichen Landesbauordnungen, um das serielle Bauen zu fördern", mahnte Andreas Mattner, Präsident des Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft.