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Bau - Zürich

Wirtschaftsministerin reist nach Zürich

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Zürich (dpa/lsw) - Zürich gilt als einer der teuersten Wohnungsmärkte der Welt - mit Mieten von durchschnittlich mehr als 20 Schweizer Franken je Quadratmeter auf dem freien Markt. Trotzdem will Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sich auf einer Delegationsreise mit Mitgliedern der Wohnraum-Allianz am Donnerstag Anregungen von den Eidgenossen holen. Es geht vor allem um Wohnbaugenossenschaften, die dort einen hohen Stellenwert haben. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt bis zum Jahr 2050 ein Drittel Mietwohnungen zur Kostenmiete anzubieten - ein wesentlicher Bestandteil soll von Genossenschaften stammen. In Baden-Württemberg gibt es solche Quoten bislang nicht.

Dennoch will die Wirtschaftsministerin das genossenschaftliche Wohnen stärker in den Fokus nehmen: "Unser Ziel ist es, noch mehr Wohnbaugenossenschaften für die Schaffung von Sozialmietwohnraum zu gewinnen", sagte Hoffmeister-Kraut der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld der Reise. Iris Beuerle, Verbandsdirektorin der baden-württembergischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen stimmt ihr zu und geht noch weiter: "In Kommunen, in denen großer Wohnungsmangel herrscht, könnte deshalb eine Quote für genossenschaftliches Bauen ein Ansatz der Abhilfe sein", sagt sie.