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Bau - Leezen

A20-Neubau soll im September beginnen

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Tribsees/Schwerin (dpa/mv) - Der Neubau des weggebrochenen A20-Teilstücks bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) beginnt voraussichtlich im September. Am Montag sei der erste Bauauftrag an eine Firma aus Leezen bei Schwerin vergeben worden, teilte das Verkehrsministerium mit. Sie soll neue Gründungspfähle in den Boden treiben und die rund 80 Meter Fahrbahn in Richtung Rostock von der Abfahrt Tribsees bis zur Trebeltalbrücke neu bauen. Außerdem sollen Teile der Fahrbahn auf der Brücke erneuert werden. Die Arbeiten sollen insgesamt 8,8 Millionen Euro kosten. Im Sommer 2020 soll das Fahrbahnstück dann fertig sein. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet.

Die Arbeiten für die Gegenfahrbahn in Richtung Stettin und weitere Bauabschnitte werden getrennt ausgeschrieben. Ende Oktober solle das Vergabeverfahren für eine mehr als 500 Meter lange Brücke beginnen, die auf 340 Bohrpfählen ruhen soll. Erst wenn dieser Bauabschnitt fertiggestellt ist, kann mit der Fahrbahn in Richtung Stettin der letzte Bauabschnitt angegangen werden, erklärte ein Ministeriumssprecher. Das Vergabeverfahren soll im März 2021 beginnen.

Laut einer Antwort der Bundesregierung aus dem Februar ist mit der Fertigstellung der A20 erst Ende 2023 zu rechnen. Die Kosten sollen sich auf rund 100 Millionen Euro für den Neubau und weitere fast 60 Millionen Euro für die Behelfsbrücke belaufen, die von einer niederländischen Spezialfirma angemietet wurde. Mit ihr ist die Abbruchstelle immerhin einspurig in beide Richtungen passierbar.