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Banken - Neu-Isenburg

Sparer haben vor allem Altersvorsorge im Blick

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Frankfurt/Main (dpa) - Wer sparen kann, spart vor allem fürs Alter. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Genossenschaftsverbandes ergab jedoch zugleich: Ein Drittel der Menschen (32 Prozent) in Deutschland legt überhaupt kein Geld an, weil ihnen nach eigenen Angaben die Mittel dazu fehlen. "Die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung ist real", warnte der Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes, Ralf W. Barkey.

Denn jeder zweite (49 Prozent) der 2062 befragten Erwachsenen rechnet damit, dass sein Lebensstandard im Alter sinken wird. Fast genauso viele (46 Prozent) würden darum gerne mehr vorsorgen - quer durch alle Einkommensschichten. Aber erst ab mindestens 2500 Euro Monatseinkommen tun dies 15 bis 20 Prozent der Menschen.

In den Einkommensklassen oberhalb von 3500 Euro ist das Ziel Altersvorsorge demnach deutlich überdurchschnittlich ausgeprägt. "Diejenigen, die es sich eher leisten können, geben diesem Ziel auch mehr Gewicht", erläuterte Barkey. Insgesamt nennen unter den Anlegern 48 Prozent Altersvorsorge als vorrangiges Ziel, dicht gefolgt von einem Notgroschen (44 Prozent). Erst mit deutlichem Abstand wird für größere Anschaffungen gespart (24 Prozent), für Reisen (23 Prozent) oder für selbst genutztes Wohneigentum (21 Prozent). Bei dieser Frage konnten die Befragten bis zu drei Sparziele nennen.

Sicherheit bei der Geldanlage ist dabei für die Befragten das wichtigste Kriterium (42 Prozent), eine attraktive Verzinsung streben 23 Prozent an. Gespart wird vor allem auf Tagesgeldkonten (29 Prozent) und Sparbüchern (24 Prozent), obwohl diese im aktuellen Zinstief kaum Rendite abwerfen. Beliebt sind zudem Bausparverträge (21 Prozent) und Lebensversicherungen (17 Prozent) - auch bei dieser Frage konnten Sparer mehrere Anlagen angeben, die sie nutzen.

Der Verband vertritt die Interessen von 2800 Genossenschaften in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg.