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Banken - Magdeburg

Sachsen-Anhalt ist zur Zahlung für NordLB bereit

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Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder (CDU) ist nach dpa-Informationen zu Zahlungen für die angeschlagene Norddeutsche Landesbank (NordLB) bereit. Nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" vom Dienstag will er 198 Millionen Euro zahlen, um die NordLB neu aufzustellen. Damit würde das Land seinen Anteil leisten an einem öffentlich-rechtlichen Rettungspaket von insgesamt 3,5 Milliarden Euro. Ein Ministeriumssprecher wollte die Angaben am Dienstag nicht kommentieren. Bislang hatte Schröder eine Finanzspritze immer vermeiden wollen.

In der Nacht zum Dienstag lief laut der Zeitung eine von der Bankenaufsicht gesetzte Frist ab. Die Anteilseigner mussten nachweisen, sie den Kapitalbedarf der Bank decken wollen. Sachsen-Anhalt hält knapp 6 Prozent der NordLB-Anteile. Haupteigentümer ist Niedersachsen, auch zahlreiche Sparkassen sind beteiligt.

Die NordLB mit rund 6000 Mitarbeitern verzeichnet wegen des schwierigen Geschäfts mit Schiffskrediten Milliardenverluste und braucht wegen höherer Anforderungen mehr Eigenkapital. Der Bedarf wurde bislang auf rund 3,7 Milliarden Euro beziffert, aktuell soll von 3,5 Milliarden die Rede sein.

Für Sachsen-Anhalt hängt an der NordLB auch die Investitionsbank. In dem landeseigenen Förderinstitut arbeiten knapp 360 Mitarbeiter. Derzeit agiert die IB unter dem Dach der NordLB. Diese Konstruktion sichert ihr eine Bankenlizenz und einige Services - wie ein IT-Netz.