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Banken - Berlin

Banken-Warnstreik in Berlin und Brandenburg hat begonnen

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Berlin (dpa/bb) - Mit einem Warnstreik haben rund 1000 Bankangestellte aus Berlin und Brandenburg ihren Forderungen nach höheren Löhnen Nachdruck verliehen. Auch am Donnerstag wollen sie die Arbeit niederlegen. "Das sind mehr Teilnehmende als erwartet", teilte die Gewerkschaft Verdi mit Blick auf die Teilnehmerzahlen mit. Die Gewerkschaft hatte zu der Aktion aufgerufen.

"Die starke Beteiligung am Banken-Streik zeigt, wie unzufrieden die Beschäftigten mit dem Verhalten der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde sind", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Sebastian Orthmann.

Beteiligt waren demnach unter anderem Beschäftigte der Landesbank Berlin, Berliner Sparkasse, der Investitionsbank Berlin, der Commerzbank AG, Berlin Hyp, Investitionsbank des Landes Brandenburg, Commerzbank, LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse und der Deutschen Bank in Berlin.

Die Mitarbeiter wollen sechs Prozent mehr Gehalt, bei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten. Auszubildende sollen 100 Euro mehr Lohn erhalten. Außerdem fordern die Arbeitnehmer einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung und sechs bezahlte "Gesundheits- und Entlastungstage". Besonders diese Forderung hält der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) für überzogen.

Laut Verdi hat die Arbeitgeberseite in drei Verhandlungsrunden kein akzeptables Angebot gemacht. Schon im April und Mai waren in Berlin und Brandenburg Bankangestellte in den Warnstreik getreten.

AGV-Banken-Hauptgeschäftsführer Carsten Rogge-Strang bezeichnete die Vorstellungen der Gewerkschaft als unrealistisch. Die Auswirkungen des Warnstreiks auf den Geschäftsbetrieb der Banken seien begrenzt geblieben.