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Bahn - Bremervörde

Wasserstoff-Zug startet in Planbetrieb

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Bremervörde (dpa/lni) - Mit japanischen Journalisten und einer neugierigen Schulklasse an Bord ist ein mit Wasserstoff betriebener Zug bundesweit erstmalig in Bremervörde in den planmäßigen Verkehr gestartet. Der Betrieb laufe pünktlich und reibungslos, teilten die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) am Montag mit. Zur Mitfahrt im ersten Zug morgens um 08.38 Uhr stiegen neben den Pendlern auch weitere Interessierte ein. Am Sonntag hatte der Zug seine Jungfernfahrt absolviert.

Im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) fahren zwei der Züge auf der knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen den Städten Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude. Bei einem erfolgreichen Probebetrieb können die Züge, bei denen im Einsatz selber außer dem Wasserdampf keine Abgase anfallen, langfristig die Dieseltriebwagen ersetzen. Ab 2021 sollen 14 dieser Züge auf der Strecke unterwegs sein. Das Verkehrsministerium in Hannover fördert die Anschaffung mit rund 81,3 Millionen Euro.

Der mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Zug ist nicht die einzige Alternative zu Dieselzügen auf nicht-elektrifizierten Strecken. Wie die "Allianz pro Schiene" anlässlich des Betriebsstarts in Bremervörde mitteilte, hat Bombardier einen Zug mit Batterien entwickelt, die während der Fahrt auf elektrischen Strecken aufgeladen werden können für Abschnitte ohne Oberleitung. Die DB wolle den Zug 2019 im Raum Ulm testen. In Österreich soll ein ähnlicher Zug von Siemens noch in diesem Jahr erprobt werden.