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Einsatz bei Eschede-Gedenken: Hamburger Zugchefin geehrt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin/Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Zugchefin Mareen Harder hat im Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" den ersten Preis gewonnen. Sie überzeugte die Jury mit ihrem mutigen Einsatz für eine junge Reisende, die als kleines Kind ihre Mutter beim Zugunglück von Eschede verloren hat, teilte der Verein Allianz pro Schiene am Mittwoch in Berlin mit.

Als ihr Zug Verspätung hatte, organisierte Harder im Juni 2018 in wenigen Minuten einen ICE-Sonderhalt in Eschede, um ihrem Fahrgast Charlotte die Teilnahme am Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Zugunglücks vor 20 Jahren zu ermöglichen. Die damals zweijährige Charlotte war mit ihrer Mutter an Bord des verunglückten Zuges. Ihre Mutter hatte den Unfall am 3. Juni 1998 nicht überlebt.

"Diese große Geste zeugt von enormer Menschlichkeit und hat in mir eine ewig anhaltende, tiefe Dankbarkeit ausgelöst", schrieb Charlotte in einem Dankesbrief über die DB-Zugchefin.