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Auto - Mainz

Mehr Pkw-Neuzulassungen bescheren Branche Umsatzrekord

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Mainz (dpa/lrs) - Vor allem dank eines Zuwachses bei Auto-Neuzulassungen hat sich das rheinland-pfälzische Kfz-Gewerbe im vergangenen Jahr über einen Umsatzrekord freuen können. Die Erlöse hätten mit 7,9 Milliarden Euro um 3,1 Prozent über denen des Vorjahres gelegen, teilte das Kraftfahrzeuggewerbe Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Mainz mit. Neuzulassungen wurden 2018 knapp 134 100 gezählt, so viele wie seit 2006 nicht mehr. Dies in Kombination mit einem leicht auf durchschnittlich 31 130 Euro gestiegenen Neuwagenpreis habe zu dem Umsatzplus geführt. Der Gebrauchtwagenhandel steuerte 3,67 Milliarden zum Umsatz bei, das waren etwa 4,6 Prozent mehr als im Jahr davor.

Sorgenfrei gibt sich die Branche dennoch nicht. So sei das Geschäft zuletzt von der Diskussion um Diesel-Fahrverbote beeinträchtigt worden, betonte der Präsident des Kfz-Gewerbes, Hans Werner Norren. Nach wie vor müssten Autohändler relativ junge Fahrzeuge mit der Diesel-Abgasnorm Euro 5 mit oft hohen Abschlägen verkaufen.

Ein wahrer "Renditekiller" sei zudem, dass seit September 2018 nur noch Fahrzeuge zugelassen werden dürften, deren Modell nach einem neuen Testverfahren genehmigt worden sei. Weil einige Hersteller ihre Modellpalette nicht rechtzeitig umgestellt hätten, seien Händler angehalten worden, davor noch viele nach dem alten Verfahren genehmigte Wagen auf sich selbst zuzulassen. Die müssten mit Rabatt als Tageszulassungen verkauft werden. Ab September 2018 sei es dann zu Lieferengpässen bei Modellen nach dem neuen Verfahren namens WLTP ("Worldwide Harmonized Lights Vehicles Test Procedures") gekommen.