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Agrar - Schwerin

Bund verkauft 7700 Hektar an Bauern: ein Drittel in MV

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Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) hat 2018 in Mecklenburg-Vorpommern 2600 Hektar Agrarflächen an Landwirte verkauft. Insgesamt wurden in Ostdeutschland 7700 Hektar veräußert, wie die BVVG am Freitag in Berlin mitteilte. Sie ist seit 1992 für Verkauf und Verpachtung von ehemals volkseigenen Flächen in den neuen Bundesländern zuständig.

Der Kaufpreis in Mecklenburg-Vorpommern stieg im Vergleich zu 2017 um fast 650 Euro auf 23 389 Euro und lag damit deutlich über dem Schnitt von 20 195 Euro pro Hektar. Das war die zweithöchste Summe nach Sachsen-Anhalt mit 24 253 Euro. Grundsätzlich ist die Nachfrage nach Grund und Boden weiterhin hoch, hieß es bei der BVVG.

Hinzu kamen im vorigen Jahr im Land noch 40 800 Hektar Pachtflächen, die größte Fläche in Ostdeutschland. Der Pachtpreis je Hektar lag mit 457 Euro ebenfalls über dem Vorjahresniveau und war der zweithöchste nach Sachsen-Anhalt mit 580 Euro.

Der begünstigte Direktverkauf - ohne Ausschreibung - an berechtigte Pächter ist der BVVG zufolge weitgehend abgeschlossen. 2018 wurden in allen ostdeutschen Ländern zusammen noch 1600 Hektar verkauft. Seit Beginn der Direktverkäufe 2007 sind es fast 153 000 Hektar gewesen. Davon entfallen knapp 60 000 auf Mecklenburg-Vorpommern.

Seit 1992 sind in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge fast 332 000 Hektar ehemals volkseigene Nutzfläche verkauft worden. In allen neuen Ländern zusammen waren es 869 100 Hektar. Für 2019 peilt die BVVG im Nordosten den Verkauf von 2800 Hektar an. Bis 2030 sollen im Osten noch 117 000 Hektar privatisiert werden.