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Agrar - Mainz

Weinbörse eröffnet: Winzer setzen auf steigende Exporte

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Mainz (dpa/lrs) - Die Spitzenweingüter in Deutschland hoffen auf eine weiter steigende Nachfrage im Ausland. "Die Stimmung für den deutschen Wein ist ausgesprochen gut", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), Steffen Christmann, am Sonntag bei der Eröffnung der Weinbörse in Mainz.

Der Exportanteil des VDP-Absatzes sei in den vergangenen Jahren von 18 auf 25 Prozent gestiegen, sagte Christmann. In den Benelux-Ländern, den USA und in Skandinavien seien deutsche Weine etabliert. Inzwischen gebe es aber auch eine bemerkenswerte Nachfrage in Südeuropa und in China.

Der Exportanteil aller rund 16 000 Weinbaubetriebe in Deutschland liegt bezogen auf die Menge bei rund 15 Prozent (2017).

Auf der zweitägigen Weinbörse präsentieren 186 der insgesamt 196 VDP-Weingüter aus allen Weinanbaugebieten in Deutschland 1632 Weine, davon mehr als 900 des Jahrgangs 2018. Zu der Weinbörse werden mehr als 2000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland erwartet, vor allem Händler sowie Sommeliers der Gastronomie.

Es werde erstmals im großen Stil der Weinjahrgang 2018 vorgestellt, sagte Christmann. Nach dem ungewöhnlich warmen Sommer des vergangenen Jahres sei es erstaunlich, "wie elegant und finessenreich der 2018er ist" ist. Nach der relativ geringen Menge des Weinjahrgangs 2018 freue man sich, "dass die Keller wieder voller sind und wir frühzeitig mit dem 2018er in den Markt gehen können".

Zunächst stehen auf der Weinbörse allerdings die Guts- und Ortsweine im Vordergrund. Die 2018er Weine der höheren Qualitäten in den "Ersten Lagen" und "Großen Lagen" bleiben meist noch etwas länger im Fass, ebenso die Rotweine.