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Agrar - Magdeburg

Mehr als 600 Anträge auf Dürrehilfen

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Magdeburg (dpa/sa) - Wenige Stunden vor Ende der Frist haben Hunderte Agrarunternehmen aus Sachsen-Anhalt staatliche Dürrehilfen beantragt. Bis Freitagmittag seien 653 Anträge eingereicht worden, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums auf Anfrage. Die Behörden arbeiteten auf Hochtouren, um alle Eingaben zu erfassen. Anträge waren noch bis Mitternacht möglich. Endgültige Zahlen will das Ministerium Anfang kommender Woche bekannt geben.

Für Landwirte, deren Existenz wegen der Dürreschäden in Gefahr ist, stehen in Sachsen-Anhalt maximal 51,18 Millionen Euro zur Verfügung. Unternehmen, die eine solche Gefahr nachweisen können, erhalten Hilfen in Höhe von 50 Prozent der ermittelten Schäden. Die Hitze und die Trockenheit des zurückliegenden Sommers hatten die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt besonders hart getroffen.

Die Anträge würden jetzt geprüft, sagte die Ministeriumssprecherin. Wann wie viel Geld ausgereicht werde und ob alle Anträge berücksichtigt werden könnten, stehe noch nicht fest. Klar ist: Tierhaltende Betriebe sollen zuerst an die Reihe kommen. Vorgesehen seien Vorauszahlungen, damit Betroffene schnell Hilfe erhalten, hieß es. Der Bauernverband hatte sich zuletzt über die bürokratische Antragstellung beschwert.