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Agrar - Erfurt

Thüringer Landwirte ernten deutlich weniger Kartoffeln

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Erfurt (dpa/th) - Die Thüringer Agrarbetriebe haben bei der diesjährigen Kartoffelernte trockenheitsbedingte Ertragseinbußen von rund 40 Prozent im Vergleich zu 2017 hinnehmen müssen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Mittwoch holten sie bei einer leicht verringerten Anbaufläche rund 48 600 Tonnen Kartoffeln von den Feldern. Im vergangenen Jahr waren es 33 100 Tonnen mehr. Das Erntejahr 2017 sei mit einem Hektarertrag von rund 49 Tonnen zwar ein überdurchschnittlich gutes gewesen, so die Statistiker. Aber auch der Mittelwert der Jahre 2012 bis 2017 von 41 Tonnen je Hektar wurde bei weitem nicht erreicht. Der Hektarertrag lag in diesem Jahr bei 30 Tonnen Knollen.

Die Ernteeinbußen wirken sich auf die Verbraucherpreise für Kartoffeln aus. Sie lägen derzeit bundesweit rund ein Drittel über dem Vorjahresniveau, sagte Dietmar Barthel, Geschäftsführer des Vermarktungsbetriebes Karland Agrarprodukte in Heichelheim (Weimarer Land). Keine Sorgen müssen sich die Thüringer seiner Einschätzung nach um die Weihnachtsklöße machen. Es gebe genügend ausreichend große Kloßkartoffeln. Zudem seien die Preise für Kloßmasse und Fertigprodukte wegen länger laufender Verträge stabil. "Nur wer die Kartoffeln selber reibt, muss wegen der höheren Preise in diesem Jahr mehr bezahlen."

Die wichtigste Zutat für Klöße und Kartoffelsalat wird in Thüringen den Statistikern zufolge auf rund 1600 Hektar Fläche angebaut. Die Anbaufläche ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent und im Vergleich zum Fünf-Jahres-Mittel um 13 Prozent verringert worden.