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Agrar - Erfurt

Landwirte setzen auf Patenschaften für blühende Feldstreifen

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Mellingen/Bucha/Erfurt (dpa/th) - Erste Agrarbetriebe in Thüringen setzen auf die Bereitschaft umweltbewusster Menschen, für blühende Feldstreifen als Futterquelle für Insekten Geld auszugeben. Sie werben um "Blüh-Paten", die solche Bienenweiden finanziell unterstützen. Auf einen entsprechenden Aufruf der Agrargenossenschaft Mellingen (Kreis Weimarer Land) haben sich nach Unternehmensangaben mehr als 170 Interessenten gemeldet. Davon sei unter anderem am Ilm-Radweg ein ein Kilometer langer Blühstreifen angelegt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Lutz Streiber. Auch die Agrargenossenschaft Bucha im Saale-Holzland-Kreis sucht Paten für eine frisch angelegte Blühfläche.

Hintergrund sind Berichte von Umweltverbänden über ein Insektensterben größeren Ausmaßes. Die Patenschaften gehen über die bereits geltende Verpflichtung für Agrarbetriebe hinaus, fünf Prozent ihrer Ackerflächen frei zu halten und dort zum Beispiel Blühstreifen oder Hecken anzupflanzen.