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Agrar - Dresden

Gute Erdbeerernte für Sachsen und Sachsen-Anhalt erwartet

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Dresden (dpa) - Der auch für Sachsen-Anhalt zuständige Landesverband Sächsisches Obst rechnet 2019 mit einer guten Erdbeerernte. "Es sieht noch ganz gut aus", sagte Geschäftsführer Uwe Jentzsch bei der Saisoneröffnung am Donnerstag auf einem Feld im Dresdner Osten. Er geht von rund 3000 Tonnen Gesamtertrag aus, ein bisschen weniger als im Vorjahr. Mit 2200 Tonnen entfalle der Großteil auf den Freistaat. Der Landesverband erwartet 1900 Tonnen und damit etwa 100 Tonnen weniger als 2018.

"Wir haben 13 Hektar weniger Ertragsfläche als 2018, das sind fünf Prozent", erklärte Jentzsch. In Sachsen sind es noch rund 450 Hektar und knapp 167 Hektar in Sachsen-Anhalt. Zu den Gründen zählen die gestiegenen Lohnkosten für Saisonkräfte und geringe Kostenerlöse vor allem in der indirekten Vermarktung über Supermärkte. "1 Euro pro 500 Gramm-Schale in der vergangenen Hauptsaison ist zu wenig, es sollten wenigstens 2 Euro, besser 2 bis 3 Euro sein." Aktuell werden in der Direktvermarktung 3,60 Euro bis 4 Euro erzielt.

Mit der sächsischen Blütenkönigin Antje I. ging Jentzsch zum Auftakt auf einem Feld im Stadtteil Hosterwitz auf die Suche nach den ersten roten Beeren. "Die Menge ist im Freiland noch minimal, richtig los mit der Selbstpflücke geht es erst nach Himmelfahrt." Die Kälte nach Ostern habe die Reife gestoppt. "Jetzt haben wir Regen gehabt, nun braucht es nur noch Sonne."