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Agrar - Dresden

Fast 10 Prozent des Ackerlandes in Sachsen Blühflächen

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Dresden (dpa/sn) - Zehn Prozent des Ackerlandes in Sachsen sind sogenannte Blühflächen mit auch von Bienen bevorzugter Bepflanzung. Damit gilt für insgesamt rund 80 000 Hektar bis auf ganz wenige Ausnahmen ein generelles Pflanzenschutzmittelverbot, wie das Agrarministerium in Dresden am Sonntag vor dem Weltbienentag (20. Mai) mitteilte. Es gebe mittlerweile viele Anstrengungen, die Landwirtschaft wettbewerbsfähig und gleichermaßen gut für eine gedeihliche Entwicklung der Bienenhaltung zu gestalten, sagte Agrarminister Thomas Schmidt (CDU). Man sei auf "dem richtigen Weg".

"Gerade für die Wildbienen kann auch jeder Einzelne etwas tun", appellierte das Ministerium. Es brauche nur einen "kritischen Blick" ins eigene Lebensumfeld: "Kräuter und Blumen auf dem Balkon und im Garten, kleine Nisthilfen, nicht zu kurz mähen". Landesweit halten aktuell fast 7000 Imker über 55 000 Bienenvölker - Tendenz seit 2015 stetig steigend.

Der Weltbienentag soll die öffentliche Aufmerksamkeit für die fleißigen Insekten erhöhen helfen. Honigbienen seien unverzichtbarer Bestandteil des Ökosystems und leisteten einen großen Beitrag zur Sicherung und Steigerung pflanzlicher Erträge in der Landwirtschaft sowie im Obst- und Gartenbau, erklärte das Ministerium.