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Keine Mängel im Tierschutz bei verdächtigem Schlachtbetrieb

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Hannover (dpa/lni) - Nach Vorwürfen wegen des Verstoßes gegen den Tierschutz hat eine unangemeldete Kontrolle bei einem betroffenen Schlachthof in der Region Hannover keine Beanstandungen ergeben. "Wir haben bei der Kontrolle keine Mängel im tierschutzrelevanten Bereich festgestellt", sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Das Deutsche Tierschutzbüro hatte dem niedersächsischen Schlachthof in Laatzen zuvor vorgeworfen, gegen Tierschutz-Vorgaben verstoßen zu haben. Videos von versteckten Kameras zeigten, wie Schweine bis zu 40 Mal mit Elektroschockern gequält worden seien, berichtete die Organisation vergangenen Woche.

In dem Betrieb dürfe weiter geschlachtet werden, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) am Donnerstag. Experten des Laves, das die Einhaltung der Kriterien für die EU-Zulassung der 333 Schlachthöfe im Lande überprüft, waren am vergangenen Freitag zusammen mit Mitarbeiter vom Landkreis für die Kontrolle vor Ort und kamen daraufhin zu einem positiven Ergebnis.

Schon zuvor hatte das Unternehmen des betroffenen Schlachthofs mitgeteilt, man bedauere die Verstöße gegen den Tierschutz: "Das mehrfache Einsetzen von Elektrotreibern entspricht in keiner Weise den Tierschutzstandards, die wir vorgeben", hieß es in einer Mitteilung der Leine-Fleisch GmbH. Die Verstöße seien "von einem über einen Werkvertrag eingesetzten Beschäftigten" begangen worden.