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Agrar - Berlin

Bundesgesellschaft verkauft 9200 Hektar Land an Pächter

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Berlin/Erfurt (dpa/th) - Der Bund hat seit 2007 in Thüringen rund 9200 Hektar Land an Pächter verkauft. Es ging direkt und damit ohne Ausschreibung an die Bauern oder Agrargesellschaften, die die Flächen zuvor gepachtet hatten, geht aus der jetzt vorgelegten Bilanz der bundeseigenen Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) hervor. Zum Vergleich: Weimar hat eine Fläche von gut 8400 Hektar.

Mit diesen Direktverkäufen habe die Verwertungsgesellschaft einen Beitrag zur Stabilisierung der Landwirtschaft geleistet, erklärte deren Geschäftsführer Stefan Schulz in Berlin. Die Direktverkäufe an Pächter seien in Ostdeutschland jetzt weitgehend abgeschlossen.

Sie fielen nach den Zahlen der BVVG in Thüringen am geringsten aus. In Sachsen und Sachsen-Anhalt war die Fläche, die die bisherigen Pächter erwarben, etwa doppelt so hoch. In Mecklenburg-Vorpommern lag sie sogar bei 59 600 Hektar.

Insgesamt wurden von der BVVG im vergangenen Jahr in Ostdeutschland 7700 Hektar Agrarflächen und 1300 Hektar Wald verkauft. Der Durchschnittspreis für einen Hektar Landwirtschaftsfläche habe 20 195 Euro betragen, etwa 700 Euro mehr als 2017.

In Thüringen sollen nach Prognosen der Bundesgesellschaft in diesem Jahr etwa 250 Hektar Agrarland und 390 Hektar Forstflächen veräußert werden.

Die BVVG ist seit 1992 für die Veräußerung oder Verpachtung von ehemals volkseigenen Land- und Forstwirtschaftsflächen in den ostdeutschen Bundesländern zuständig.