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Volleyball

Volleyball-Erfolgscoach Moculescu beendet Karriere

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Friedrichshafen (dpa) - Der erfolgreichste Volleyballtrainer Deutschlands geht in Rente. Stelian Moculescu beendet nach dieser Saison überraschend seine beeindruckende Karriere.

"Ich habe immer auf mein Bauchgefühl gehört", begründete der Coach des VfB Friedrichshafen und frühere Bundestrainer seine Entscheidung. "Es fühlt sich einfach richtig an, nach dieser Saison zu gehen."

Mit dem VfB hatte Moculescu 2007 in der Champions League triumphiert. Zudem holte er mit den "Häflern" seit seinem Amtsantritt 1997 je 13 deutsche Meistertitel und Pokalsiege. Im Januar hatte der gebürtige Rumäne sein 40-jähriges Trainerjubiläum gefeiert. Insgesamt zwölf Jahre war Moculescu auch Bundestrainer. Als Höhepunkt führte er die deutsche Männer-Auswahl 2008 zum ersten Mal seit 36 Jahren wieder zu Olympischen Spielen.

Zum Abschied möchte Moculescu mit dem VfB noch einmal deutscher Meister werden. "Einen 14. Titel würde ich natürlich gerne mitnehmen", sagte der 65 Jahre alte Coach. "Und dieser Aufgabe werde ich in den kommenden Wochen meine gesamte Aufmerksamkeit schenken." Am 26. März trifft Friedrichshafen im Play-Off-Viertelfinale auf den derzeit noch nicht feststehenden Tabellensiebten.

Sebastian Schmidt, der Geschäftsführer der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH, strich die enormen Erfolge unter Moculescu heraus: "Das, was Stelian in den letzten 19 Jahren für den VfB geleistet hat, ist beeindruckend." Er habe großen Respekt vor diesem Schritt. "Stelian war dabei in den letzten Wochen sehr offen und hat uns die Chance gegeben, dass seine Entscheidung für uns nicht überraschend kommt", sagte Schmidt.

Die Verhandlungen über einen Nachfolger laufen. "Wir suchen einen Trainer und sind derzeit in guten Gesprächen", sagte Wunibald Wösle, der Beiratsvorsitzende der Volleyball GmbH und Vereinspräsident.

Moculescu wurde 1950 im rumänischen Kronstadt geboren. Nach seiner Olympia-Teilnahme mit Rumäniens Volleyballern 1972 in München setzte er sich ab und blieb in Deutschland. Über Stationen beim TSV Milbertshofen und ASV Dachau war er 1997 beim VfB Friedrichshafen gelandet - und hatte den Club zum Serien-Titelgewinner geformt.