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Volleyball - Friedrichshafen

BR-Manager rügt Leistung: "In allen Elementen versagt"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Die Enttäuschung sitzt tief bei den Berlin Volleys, der Manager erteilt eine kräftige Rüge. "Wir haben in allen Grundelementen versagt", erklärte Kaweh Niroomand nach der deutlichen 0:3 (22:25, 23:25, 17:25)-Abfuhr beim VfB Friedrichshafen im ersten Playoff-Finalspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft ungeschminkt. Und der 66-Jährige ging in seiner Kritik noch einen Schritt weiter: "Anspannung, Konzentration, Kampfeswille - das alles hat bei uns gefehlt. Jeder hatte offenbar nur den einen Gedanken: Wo kann ich mich am besten verstecken."

Die BR Volleys werden sich am Donnerstag im Heimspiel der Playoff-Serie "Best of five" gegen das Team von Trainer Vital Heynen deutlich steigern müssen, wenn sie nicht frühzeitig die Träume von der Titelverteidigung auf ein Minimum reduzieren wollen.

Niroomand hält allerdings nach den Eindrücken vom Samstag den Gegner keineswegs für unschlagbar. Sein kleiner Hoffnungsschimmer: "Wir haben zwar 0:3 verloren, aber trotz unserer miserablen Leistung war der Ausgang der ersten beiden Sätze relativ knapp."

Besonders im zweiten Durchgang besaßen die BR Volleys mehrfach die Gelegenheit, dem Spiel eine Wende zu geben. Doch dann setzten in wichtigen Phasen Samuel Tuia und Sergej Grankin vielversprechende Angriffsbälle ins Aus. Später brachte eine schlampige Annahme von Moritz Reichert dem VfB einen Punkt zum 20:18. "Wir haben in allen Elementen einige gute Situationen nicht optimal genutzt", räumte Volleys-Mannschaftskapitän Sebastian Kühner ein.

Während der Bundesliga-Normalrunde hatten die BR Volleys am 15. November vorigen Jahres in Friedrichshafen noch mit 3:2 gewonnen. Doch von der Wiederholung eines solchen Erfolgserlebnisses war die Mannschaft im ersten Finalspiel meilenweit entfernt. Niroomand erklärte schonungslos: "Eine solch desaströse Leistung von uns in Friedrichshafen wie diesmal habe ich seit langem nicht mehr erlebt."