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Immortals kauft Mutterfirma von LCS-Team Optic Gaming

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Los Angeles (dpa) - Der Immortals Gaming Club übernimmt Infinite Esports & Entertainment, die Mutterfirma der E-Sports-Teams Optic Gaming und Houston Outlaws. Die Übernahme mache IGC zu einer der größten E-Sport-Organisation weltweit, teilte das Unternehmen mit.

Für die E-Sports-Fans bedeutet dieser Verkauf vor allem zwei Dinge: Erstens wird das in der nordamerikanischen League-of-Legends-Liga LCS spielende Team von Optic Gaming ab 2020 unter dem Banner von Immortals laufen. Zweitens wird Immortals das ehemalige Overwatch-Team von Optic, Houston Outlaws, solange betreuen, bis ein Käufer für das Team gefunden wurde. Immortals besitzt bereits ein anderes Overwatch League-Team, Los Angeles Valiant.

Die Rückkehr der Immortals in die LCS erfreut derweil viele League-of-Legends-Fans: Obwohl das Team 2018 nicht in das Franchise-System der nordamerikanischen Spitzenliga aufgenommen wurde, feierten die Immortals in den zwei Jahren zuvor viele Erfolge. Dank Spielern wie Heo "Huni" Seung-hoon (21) oder Kim "Reignover" Yeu-jin (23) startete die Mannschaft 2016 mit 13 Siegen in Folge in die Saison. 2017 gelang die Teilnahme an den Weltmeisterschaften, bei denen das Team knapp in der Gruppenphase ausschied.

Auf der anderen Seite hat Immortals Gaming Club angekündigt, sich vom Counter-Strike-Team von Optic zu trennen. Man sei mit dem Team und der Marke MIBR in diesem Bereich bereits gut aufgestellt. Die Nachricht trifft das aktuelle Optic-Gaming-Team mitten in der Qualifikation zum Starladder Berlin Major.

"ESPN" zufolge soll die Kaufsumme bei etwa 35-45 Millionen US-Dollar liegen. Zudem müssen Immortals noch ausstehende Rechnungen von Infinite bezahlen: So schulde die Firma laut ESPN-Berichten der LCS noch 5 Millionen US-Dollar für den Eintritt in die Liga, deren Eintrittspreis bei 13 Millionen US-Dollarn lag. Weitere 10 Millionen müssen an die Overwatch-League überwiesen werden, hier bezahlte Infinite in der Vergangenheit nur die Hälfte der 20 Millionen für den Eintritt in das Franchise-System.