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Darauf muss man beim Großen Preis von Aserbaidschan achten

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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel will heute erstmals in Aserbaidschan siegen. Foto: Hassan Ammar/AP

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Baku (dpa) - Drama garantiert! Das Formel-1-Rennen in Baku war in den vergangenen beiden Jahren ein Garant für Spektakel.

2017 rammte Sebastian Vettel seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton mit Absicht, im Vorjahr schoss der ehemalige Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo seinen Teamkollegen Max Verstappen von der Strecke. Heute (14.10 Uhr/RTL und Sky) will Ferrari-Star Vettel nun am liebsten erstmals in Aserbaidschan siegen.

CRASH-GEFAHR: An der engsten Stelle des Kurses krachte es in der Qualifikation gleich zweimal heftig. In Kurve acht ist die Strecke nur noch 7,6 Meter breit - zwei Autos passen dort im Rennen nicht nebeneinander durch. Auf dem sechs Kilometer langen Stadtkurs ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn Auslaufzonen gibt es bei Fehlern kaum. In den vergangenen Jahren gab es mehrere spektakuläre Unfälle, langweilig dürfte es nicht werden.

STALLORDER: Zuletzt in China musste Charles Leclerc auf Befehl des Ferrari-Kommandostands Sebastian Vettel vorbeiziehen lassen, um dessen WM-Chancen zu wahren. Nun startet Valtteri Bottas vor Weltmeister Lewis Hamilton von Startplatz eins. Kann der Brite an seinem finnischen Kollegen vorbeiziehen? Oder greift dieses Mal Mercedes in den Rennverlauf ein? Bei Ferrari dürfte es spannend werden, wie schnell sich Leclerc nach seinem Quali-Unfall nach vorne kämpfen kann und wie die Strategie bei den Italienern dann aussieht.

FLUCH: Vettel konnte in den bisherigen drei Rennen in Baku noch nicht gewinnen, auch sein Team wartet noch auf den ersten Sieg. Im Vorjahr kostete den 31-Jährigen ein Verbremser den möglichen Triumph, auf dem Weg zu seinem fünften WM-Titel konnte stattdessen Hamilton jubeln. Mercedes feierte durch Nico Rosberg 2016 einen weiteren Erfolg, 2017 stand Ricciardo für Red Bull ganz oben.

ABGEHÄNGT: Nico Hülkenberg fährt mit Renault beim vierten Rennen der Saison nur hinterher. Hoffnung auf Besserung hat der 31-Jährige aus Emmerich nur bedingt. "Ich habe die Harmonie zwischen mir und dem Auto das ganze Wochenende vermisst", sagte Hülkenberg. "Das Rennen ist aber noch nicht abgeschrieben, obwohl wir wissen, dass es schwer wird." In der Qualifikation belegte er nur Rang 18 und muss am Kaspischen Meer versuchen, sich irgendwie nach vorne zu kämpfen.

ARBEITSINTENSIV: Die Mechaniker vom kriselnden Williams-Team sind nicht zu beneiden. Nachdem das Auto von Youngster George Russell am Freitag von einem gelösten Gullydeckel schwer beschädigt wurde und in kurzer Zeit neu aufgebaut werden musste, waren die Briten auch am Samstag gefordert. Robert Kubica zerstörte sein Fahrzeug durch den Einschlag in der Streckenbegrenzung. "Auf dieser Strecke zahlt man einen hohen Preis für einen relativ kleinen Fehler", sagte der Pole.