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Handball - Hannover

Rückstand: Hannover will nicht "die weiße Fahne hissen"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Dem TSV Hannover-Burgdorf kann nur noch ein Handball-Wunder zum Erreichen des Halbfinals im EHF-Pokal verhelfen. Die "Recken" verloren das Viertelfinal-Hinspiel gegen den Titelverteidiger und Bundesliga-Konkurrenten Füchse Berlin am Sonntag in eigener Halle deutlich mit 26:34 (14:15). Das Rückspiel wird am 28. April um 15.00 Uhr in der deutschen Hauptstadt angepfiffen.

"Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und daher auch in der Höhe völlig verdient verloren. Trotzdem werden wir Berlin noch nicht zum Weiterkommen gratulieren, sondern in einer Woche nochmal alles geben", sagte Hannovers Nationalspieler Timo Kastening. "Klar ist unsere Ausgangslage jetzt sehr bescheiden, aber es entspricht nicht meinem Naturell, jetzt schon aufzugeben und die weiße Fahne zu hissen. Wir müssen in Berlin alle zehn Minuten ein Tor aufholen und zwischendurch noch den einen oder anderen Gegenstoß laufen."

Die Füchse schafften es sowohl in der ersten Halbzeit als auch im zweiten Abschnitt, die Nervosität der Niedersachsen auszunutzen. Zwar verspielten die Füchse bis zur Pause ein 10:5 (17.), auf den zweiten Lauf nach dem Seitenwechsel fand Hannover aber keine Antwort mehr.

Angeführt von Hans Lindberg (sieben Tore) und vom starken Nationalspieler Paul Drux (5) erspielten sich die Berliner am Ende einen Acht-Tore-Vorsprung. Bei den Gastgebern konnte nur der dänische Weltmeister Morten Olsen mit elf Treffern überzeugen.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber Hannover ist uns heute auch ein Stück weit entgegengekommen", sagte Berlins Trainer Velimir Petkovic. "Normalerweise liegen keine acht Tore Unterschied zwischen beiden Teams und daher ist der Sieg in dieser Höhe für uns natürlich etwas überraschend."