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Handball - Berlin

Füchse im Zwiespalt: Aufwärtstrend trotz Niederlage

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Berlin (dpa/bb) - Die unglückliche 29:30-Heimniederlage gegen den THW Kiel sorgte bei den Füchsen Berlin für gemischte Gefühle. Einerseits war der Hauptstadtclub zufrieden, weil das Team gegen den Rekordmeister eine starke kämpferische Leistung geboten hatte und auch einen Punkt verdient gehabt hätte. Andererseits herrschte Unzufriedenheit, weil man wieder mit leeren Händen dastand.

"Ich muss meine Mannschaft loben, weil sie nicht aufgehört hat, zu kämpfen. Aber wir verlieren, verlieren, verlieren", sagte Trainer Velimir Petkovic. Auch wenn die Formkurve nach oben geht, war es für die Berliner in der Handball-Bundesliga bereits die vierte Niederlage in Serie. Punktemäßig ein weiterer Rückschlag im Kampf um einen internationalen Startplatz für die kommende Spielzeit. "Wir haben einfach eine unfassbar schwierige Saison", fand Manager Bob Hanning. Die Füchse brauchen dringend wieder ein erlösendes Erfolgserlebnis.

Das hatte zumindest Nationalspieler Paul Drux. Nachdem der Rückraumspieler in den vergangenen Wochen in ein Formloch gefallen war und sogar geschont wurde, zeigte er gegen Kiel mit fünf Toren wieder eine überzeugende Vorstellung. "Ich bin froh, dass deutlich mehr von ihm gekommen ist. Das war zwingend notwendig, dass wir mehr Entlastung kriegen", sagte Hanning erfreut.

Lange mit der Niederlage beschäftigen, können sich die Füchse aber nicht. Schon am Sonntag geht es im Viertelfinal-Hinspiel im EHF-Pokal weiter. Dann treten sie beim Bundesliga-Konkurrenten TSV Hannover-Burgdorf an (15.00 Uhr). "Das wird noch einmal ein heißer Kampf", sagte Nationalspieler Fabian Wiede. Die Berliner erwarten motivierte Niedersachsen. "Sie sehen die Chance, zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Final Four zu erreichen", glaubt Petkovic.

Um gegen Hannover zu bestehen, versuchen die Füchse das Positive aus Partie gegen Kiel mitzunehmen. "In großen Teilen war es eine gute Abwehrleistung und auch im Angriff haben wir einige gute Lösungen gefunden", sagte Wiede. Vor allem der Einsatz stimmte. "Wenn wir in jedes Spiel mit dieser Einstellung und diesem Geist reingehen, dann gewinnen wir wieder Spiele", sagte Kapitän Hans Lindberg.